Berichte und Mitteilungen

#3, 21.9.2018

ZEIT- und Toepfer-Stiftung fördern gemeinsam mit der
Riff gGmbH wegweisende Journalismus-Projekte 

Berlin, 21.9.2018. Die beiden in Hamburg ansässigen Stiftungen „ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius“ und „Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.“ fördern in Kooperation mit der gemeinnützigen Riff freie Medien gGmbH wegweisende Journalismus-Gründungen. Mit Mitteln der ZEIT-Stiftung werden Projekte zur Mobilität in der Stadt, zu digitalen Technologien und zu Zukunftszenarien gefördert, mit Mitteln der Toepfer-Stiftung ein journalistisches Projekt zum Lebensraum Fluss. Zudem unterstützt die Riff gGmbH aus eigenen Mitteln mit 1500 Euro das Journalismus-Projekt „Crowdspondent“ von Steffi Fetz und Lisa Altmeier.

Dies gab Christian Schwägerl, der geschäftsführende Gesellschafter der Riff freie Medien gGmbH, am Freitag anlässlich der vom Netzwerk Recherche e.V. und der Schoepflin-Stiftung veranstalteten Konferenz „Journalismus? Nicht umsonst!“ zu gemeinnützigem Journalismus in Berlin bekannt.

„Wir sind der ZEIT-Stiftung und der Toepfer-Stiftung sehr dankbar, dass sie mit uns zusammen Gründungsprojekte aus dem Bereich gemeinnütziger Themen fördern“, sagt Schwägerl.

„Die ZEIT-Stiftung ist dem Erbe des Verlegers Gerd Bucerius verpflichtet, und wie der ‘Erfinder‘ der ZEIT steht auch die ZEIT-Stiftung für Qualitätsjournalismus”, sagt Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation und Programmleiterin Journalismus der Stiftung. „Wir engagieren uns für die Zukunft eines qualitätsvollen, recherchestarken, unabhängigen Journalismus.“

„Die Alfred Toepfer Stiftung setzt sich für europäische Verständigung ebenso ein wie für Fragen des Naturschutzes und der zukunftsgerechten Landnutzung – und die Flussreporter verbinden diese Themen auf überaus sinnvolle Weise”, sagt Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Toepfer-Stiftung.

„Mit Mitteln, die uns Stiftungen und Spender zur Verfügung stellen, wollen wir wegweisende Projekte für Qualitätsjournalismus stärken”, sagt Schwägerl. Die Riff freie Medien gGmbH sei als „Clearing House“ und Fonds konzipiert, in den viele einzahlen können, um nach journalistischen Kriterien die Rolle von Qualitätsjournalismus in der Gesellschaft zu stärken. „Wenn viele private und institutionelle Geber zusammenhelfen, können wir sehr gezielt den Journalismus fördern, der unsere Demokratie und eine gut informierte, engagierte Öffentlichkeit stärkt.”

ÜBER DIE GEMEINNÜTZIGE RIFF FREIE MEDIEN gGmbH

Die Riff freie Medien gGmbH hat zum 1.1.2018 die Arbeit mit dem Ziel der Förderung von Journalismus im Dienst der Gemeinnützigkeit und der Gesellschaft aufgenommen. Gesellschafter der gGmbH sind Tanja Krämer, Uwe H. Martin, Max Steinbeis, Sebastian Brink und Christian Schwägerl. Gemäß ihrer Satzung fördert die Riff gGmbH Wissenschaft und Forschung, Bildung, das demokratische Staatswesen und die Völkerverständigung, vor allem durch Unterstützung für Recherche, Faktenprüfung und internationale Journalismuskooperation zu Themen aus dem Spektrum gemeinnütziger Zwecke sowie für journalistische Weiterbildung und für Medienbildung.

Um Förderung bewerben können sich in der offenen Ausschreibung oder speziellen Programmen alle qualifizierten frei- und hauptberuflich arbeitenden JournalistInnen mit Wohnsitz in Deutschland sowie journalistische Teams auch mit internationaler Beteiligung, deren Koordinator seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Förderungen sind an kein bestimmtes Medium und keine bestimmte Plattform gebunden.

Die Riff gGmbH bemüht sich aktiv um Mittel von Stiftungen, gemeinnützigen Organisationen, MäzenInnen und SpenderInnen, um ihre Ziele umzusetzen. Die gGmbH arbeitet dabei auch mit der GLS Treuhand e.V. zusammen, in deren Dachstiftung für individuelles Schenken der „Riff-Fonds für freien Journalismus“ geführt wird. Der Fonds kann u.a. auch Verfügungen von Todes wegen, Vermächtnisse oder Schenkungen unter Widerrufsvorbehalt für gemeinnützige Zwecke entgegennehmen.

GEFÖRDERTE PROJEKTE

Die aktuell geförderten Projekte beziehen sich auf Themen aus dem Spektrum gemeinnütziger Zwecke wie Wissenschaft, Naturschutz, Bildung und demokratisches Staatswesen.

  • „Die Zukunftsreporter” von Rainer Kurlemann und Alexander Mäder erforscht die Zukunft der Gesellschaft mit Hilfe von Szenarien. „Viele Fragen, die wir in der Zukunft lösen müssen, werden heute noch nicht genug diskutiert. Die Zukunftsreporter können Dank der Förderung der ZEIT-Stiftung neue Debatten beginnen“, sagt Mitgründer Rainer Kurlemann. „Die Mittel erlauben uns auch, in Workshops mit unseren Leserinnen und Lesern zu diskutieren”, sagt Mitgründer Alexander Mäder.
  • Das Projekt „Die VR-Reporterin“ erkundet mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung die weitere Entwicklung der Digitalisierung. Werden künstliche Realitäten unseren Alltag überformen? Eva Wolfangel, die kürzlich mit dem European Science Writer of the Year Award 2018 ausgezeichnet wurde, versteht sich als Berichterstatterin aus der Virtual Reality und möchte dazu auch zur Bildung über dieses Thema aus Wissenschaft und Forschung beitragen. „Dank dieser tollen Unterstützung können wir einen Schritt weiter in die Zukunft des Journalismus gehen. Ich freue mich sehr auf mein interaktives journalistisches Projekt in der Virtuellen Realität“, sagt Eva Wolfangel.
  • „Busy Streets” behandelt die Zukunft der Stadt – insbesondere der Mobilität in der Stadt. Autorin Andrea Reidl beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit diesem Thema und baut nun ein eigenes Angebot dazu auf. Reidl: „Ich freue mich sehr, dass die  ZEIT-Stiftung mein Projekt Busy Streets unterstützt. Mit den Mitteln werde ich in den kommenden Monaten auf Recherchereisen gehen. Die Unterstützung ist weitaus mehr als eine finanzielle Hilfe, sie ist auch eine Bestätigung meiner bisherigen Arbeit und motiviert mich sehr.“
  • „Die Flussreporter“ von Rainer B. Langen, Sonja Bettel und Ilse Huber ist ein deutsch-österreichisches Kooperationsprojekt über Flüsse und Fluss-Lebensräume. Angesichts von Klimawandel, Überschwemmungsgefahren und zahlreichen Konflikten um Flussnutzung will das Team sachkundigen Journalismus über die Lebensadern der Zivilisation bieten. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die Toepfer-Stiftung, dank der wir für spannende Reportagen über Flüsse recherchieren können“, sagt Mitgründerin Sonja Bettel.
  • „Crowdspondent“ von Lisa Altmeier und Steffi Fetz ist ein Community-Projekt, bei dem die Beteiligungsschwelle absichtlich niedrig liegt: Jeder kann und darf sich einbringen und mitmachen. Die Journalistinnen wollen Filterblasen überwinden und ihren Usern dabei nahebringen, wie sie als Bürger am politischen Prozess teilnehmen und respektvoll miteinander streiten können. Lisa Altmeier und Steffi Fetz arbeiten als freie Journalistinnen überwiegend für öffentlich-rechtliche Medien und betreiben für ihr Projekt ihre eigene Webseite https://crowdspondent.de/. Die Fördermittel dienen neuen Recherchen in der Reihe „Was ist eigentlich los mit dir, Deutschland?“. „Wir fördern dieses Projekt, weil es vor allem bei jungen Menschen Interesse für die Zukunft unserer Demokratie weckt”, sagt Schwägerl.

Für Rückfragen:

Christian Schwägerl, Riff freie Medien gGmbH, +49-30-33847661, christian.schwaegerl@riff-ggmbh.de. Internet: https://www.riff-ggmbh.de

#2, 27.08.2018

Wir veröffentlichen unsere vorläufigen Vergaberichtlinien

Wir haben unsere vorläufigen Vergaberichtlinien veröffentlicht: https://www.riff-ggmbh.de/vergaberichtlinien/

#1, 1.3.2018

Offene Ausschreibung

Seit 1.1.2018 nehmen wir im offenen Verfahren von qualifizierten JournalistInnen, gerne in Zusammenarbeit mit internationalen JournalistInnen und geeigneten Projektpartnern, Anträge entgegen, die im Sinne unserer Förderzwecke gemeinnütziges Handeln ermöglichen sollen. 

Unsere Mittel sind begrenzt, sie wachsen mit der Zahl und Höhe der Spenden. Wir prüfen aber jeden Antrag. Ablehnungen können wir allerdings nicht im Einzelfall begründen. Nutzen Sie zum Einreichen von Förderanträgen bitte dieses Formular.